Bewährt: Die HPV Impfung zum Schutz vor Gebärmutterhalskrebs
Die Ständige Impfkommission empfiehlt seit 2007 die HPV Impfung für zwölf- bis 17-jährige Mädchen. Diese Impfung soll Gebärmutterhalskrebs verhindern, indem sie vor den humanen Papilloma-Viren (HPV) schützt. Am 22. September 2011 haben sich 2000 Wissenschaftler aus 90 Ländern in Berlin im Zuge der 27. Internationalen Papillomavirus-Konferenz getroffen und sich über die bisherigen Ergebnisse ausgetauscht.
Die HPV Impfung zeigt Erfolge
So stellte Lutz Gissmann, Leiter der Abteilung Genomveränderung und Karzinogenese des Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg fest, dass bereits drei Jahre nach Beginn eines flächendeckenden Impfprogramms in Australien deutliche Auswirkungen zu sehen sind. Die Zahl der behandlungsbedürftigen Vorstufen dieses gefährlichen Krebses hat sich um die Hälfte verringert. Aber die HPV Impfung bringt noch weitere Vorteile mit sich. So sind die Virustypen 6 und 11 für lästige Genitalwarzen verantwortlich. Diese Warzen haben sich bei den Geimpften Personen um 60 Prozent reduziert. Diese positiven Ergebnisse sind für Giessmann ein Beweis, dass die HPV Impfung sinnvoll ist und Wirkung zeigt.
Es wird weiter an der Verbesserung der Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs geforscht
Mittlerweile laufen auch Forschungsprojekte um die Effektivität der Impfung zum Schutz vor Gebärmutterhalskrebs noch weiter zu steigern. So soll bei einem der beiden verfügbaren Präparate der Impfschutz weiter ausgebaut werden. Dieser würde dann nicht mehr nur vier HPV-Typen abdecken, sondern insgesamt neu. Es gibt aber noch viele andere Strategien, an denen weiter geforscht wird. Getestet wird auch ein therapeutischer Impfstoff, der Frauen helfen soll, die bereits an Krebs erkrankt sind. Künstlich hergestellte Abschnitte von HPV-Eiweißen sollen helfen das Immunsystem zu aktivieren.

